Hubert de Pelet walking with his dog towards his Bentley Arnage T on a pier.
Hubert de Pelet walking with his dog towards his Bentley Arnage T on a pier.
Gemeinschaft

Arnage T

Hubert de Pelet

Als Hubert de Pelet ein neues Familienfahrzeug brauchte, schien ein Bentley Arnage T die perfekte Wahl zu sein.
Hubert de Pelet auf dem Fahrersitz und seine Hündin im Beifahrer-Fußraum seines Bentley Arnage T.
Armaturenbrett von Hubert de Pelets Bentley Arnage T.
Seitenansicht der vorderen Hälfte von Hubert de Pelets Bentley Arnage T bei der Fahrt auf Sand.
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Familienabenteuer

Schöne Erinnerungen
Rückblick
Die praktische Wahl

Hubert de Pelet blättert durch die Bildergalerie seines Smartphones und wählt ein Album aus: Abenteuer mit dem Arnage. Trotz des vielversprechenden Titels und Huberts exotisch klingendem Namen handelt es sich hierbei keineswegs um perfekte Instagram-Bilder von Alpenstraßen oder luxuriösen Reisen an die französische Riviera. Diese Fotos sind wesentlich interessanter.

 

„Das hier ist Scarlett mit ihrem Hamster“, sagt er und zeigt uns ein Foto einer stolz wirkenden Dreijährigen in einem großen Bentley, die einen Käfig mit ihrem neuen Haustier hält. „Im Vergleich zum Transport ihres Goldfisches war das völlig unkompliziert.“

 

Auf anderen Bildern stapelt sich Urlaubsgepäck um einen Labrador herum. Wöchentliche Lebensmitteleinkäufe füllen den Kofferraum. Kleine Gesichter lugen durch die Blätter der Pflanzen aus dem Gartencenter.

 

„Dieses Fahrzeug hat mehrere Haustiere, unzählige Takeaway-Mahlzeiten, schlammige Campingausflüge und das bedauerliche Auslaufen von Nagellack überstanden“, so Hubert.

Werfen wir kurz einen Blick zurück. Es ist Ende der 2000er Jahre. Angesichts eines Terminkalenders mit Schulfahrten, Supermarktbesuchen und Urlaubsreisen in den Schulferien brauchte Hubert – zusammen mit seiner Frau Faye und den Töchtern Scarlett und Hayley – ein neues Familienauto. Ein sauberes und praktisches Fahrzeug, das den täglichen Aufgaben gewachsen ist. Er entschied sich schließlich für einen wenig gefahrenen Bentley Arnage.

 

„Er war vier Jahre alt, als ich ihn gekauft habe“, sagt er. „Und hatte rund 15.000 Meilen auf dem Tacho – also kaum richtig eingefahren!“

 

Fast 20 Jahre später hat Huberts Arnage inzwischen 165.000 Meilen zurückgelegt. In dieser Zeit, in der aus Kleinkindern Teenager geworden sind, hat der Wagen die Familie bei Campingurlauben und längeren Ausflügen befördert und ganz unaufgeregt die alltäglichen Aufgaben bewältigt, die das Leben mit sich bringt.

 

Wer braucht schon einen Minivan, wenn man einen viertürigen Bentley mit riesigem Kofferraum und einer weichen Federung hat, die die Kinder einschlafen lässt?

Hubert war bereits Bentley-Fan und hatte zuvor schon einen Turbo R besessen, den Vorgänger des Arnage. „Ich habe überlegt, einen Mulsanne zu kaufen, hielt aber den Arnage für das bessere Familienfahrzeug. Mir gefällt auch die zweitürige Brooklands-Version sehr gut, sie ist etwas Besonderes … aber nicht ganz so praktisch.“

 

Schließlich fiel seine Wahl auf diesen Arnage T, den letzten und leistungsstärksten Arnage – mit einem 6,75-Liter-V8-Biturbo mit 500 PS und 1.000 Nm Drehmoment. Damit war für die Familie de Pelet eines gewährleistet: die pünktliche Ankunft auf Campingplätzen und bei den Sportvereinen der Kinder.

 

Die Begeisterung für die Marke Bentley liegt offenbar in der Familie: Ehefrau Faye fährt einen Continental GTC, während Huberts Vater, ein waschechter Franzose, einen Mulsanne besitzt. Vielleicht üben ja die von Le Mans inspirierten Namen ihrer Fahrzeuge eine unterbewusste Anziehungskraft aus.

Die Mittelkonsole von Hubert de Pelets Bentley Arnage T.
Hubert de Pelet mit Fish and Chips in der Hand neben seinem Bentley Arnage T.
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Unersetzlich

Freuden zum Anfassen
Für den täglichen Gebrauch gedacht

„Er hat schon einiges hinter sich, aber er altert würdevoll, oder?“, fragt Hubert. „Das Holz und die Metallflächen sehen aus wie neu. Und es gibt keine nervigen Warntöne oder synthetischen Geräusche – die Blinker klingen wie eine Standuhr.“ Er tippt gegen eine der Lüftungsdüsen, was einen kristallklaren Klang erzeugt, als würde man mit einem Messer gegen Glas klopfen. „Absolut solide, nicht wahr?“

 

„Mir gefallen Autos mit einem traditionellen Design. Echte Instrumente und Anzeigen – und das sind mit die besten, die ich je in einem Fahrzeug gesehen habe. Die Registerzüge zur Steuerung der Lüftungsdüsen lassen sich perfekt dosieren.“

 

Beim Fahren rutscht Hubert der Ärmel hoch, und es kommt eine Breitling-Bentley-Uhr zum Vorschein. „Ein Geschenk von Faye zu meinem 50. Geburtstag“, erklärt er. „Sie versteht mich.“

Später essen wir Fish and Chips am Strand von Weston-super-Mare – eine Szenerie wie aus einem von Huberts Familienausflügen vor etlichen Jahren. Bella, seine fuchsrote Labrador-Hündin, sitzt geduldig im Beifahrer-Fußraum, den Blick schmachtend auf Hubert und sein Mittagessen gerichtet.

 

„Dieses Fahrzeug ist unersetzlich“, sagt Hubert. „Trotzdem behandele ich es nicht wie ein rohes Ei. Schließlich sind Autos für den täglichen Gebrauch gedacht. Ich parke den Wagen draußen an der Straße, sogar in den weniger glamourösen Vierteln Londons.“ Und irgendwann, sagt er, lässt sich der Wert einfach nicht mehr in Geld bemessen.

 

„Man öffnet die hinteren Türen und erinnert sich an die Mädchen, wie sie im Fond sitzen, an die Hunde, an die Hamster …“, sagt er wehmütig. „All diese kleinen Augenblicke.“

Das „Flying B“ von Hubert de Pelets Bentley Arnage T vor einer Seebrücke.
Die vordere Flanke von Hubert de Pelets Bentley Arnage T mit Schlammspritzern.
Hubert de Pelet und seine Hündin, durch die Windschutzscheibe seines Bentley Arnage T betrachtet.
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Ein Fahrzeug für alle, die gerne Auto fahren

Mühelose Kraftentfaltung
Auf Langlebigkeit ausgelegt
Durchhaltevermögen

Nach fast 16 Jahren, die er ihn nun schon besitzt und kennt, lenkt Hubert den fünf Meter langen Arnage mühelos durch enge Lücken im Verkehr, wobei das Flying B wie eine Galionsfigur selbstbewusst den Weg weist.

 

„Ein Bentley ist einfach etwas Besonderes“, freut sich Hubert. „Er versetzt mich in gute Laune. Und wenn ich alleine unterwegs bin, dann nehme ich ihn auch ziemlich ran.“ Manchmal bedeutet das, spätabends auf leeren Straßen von London nach Hause zu fahren. Eine Chance, die ganze Motorleistung auszunutzen, ohne dass den Kindern übel wird.

 

„Er ist komfortabel, aber nicht zu weich“, sagt er. „Man kann wirklich spüren, was er macht. Irgendjemand hat mal gesagt, der Motor klinge wie fernes Donnergrollen … treffender könnte ich es nicht formulieren.“

In welchem Zustand ist der Arnage heute, nachdem er eine Strecke von umgerechnet sieben Erdumrundungen zurückgelegt hat? „Der Motor und das Getriebe sind unverwüstlich“, so Hubert. „Alles ist original, er war nur regelmäßig zur Inspektion. Und er ist nie liegen geblieben. Ich vertraue ihm vollkommen, deshalb werden viele weitere Meilen hinzukommen …“

 

Diese Philosophie spiegelt sich auch in seinem Berufsleben wider. Hubert betreibt ein Immobilienunternehmen, das alte Häuser behutsam restauriert und dabei ihren Charakter bewahrt. „Langlebigen Objekten wohnt eine besondere Schönheit inne“, sagt er. „Man denke nur an Kirchen, die vor tausend Jahren errichtet wurden. Sie prägen die Landschaft nachhaltig, auch noch für die kommenden Generationen.“

„Wenn ich mir ein Fahrzeug zulege, soll es ein Leben lang halten“, sagt er. „Heute sind noch immer 100 Jahre alte Bentleys auf den Straßen unterwegs. Und meines Erachtens kommt diese Einstellung in unserer Kultur wieder vermehrt zum Tragen. Beim Kauf eines normalen Kompaktwagens kommt man niemals auf den Gedanken, dass er eines Tages 100 Jahre alt sein wird. Aber beim Arnage könnte das durchaus passieren.“

 

„Ich habe ihn als moderne Limousine gekauft. Inzwischen ist er ein Youngtimer. Er existiert bereits und muss nicht erst produziert werden – ihn weiter zu fahren ist in meinen Augen die nachhaltigste Vorgehensweise. Ich hoffe, er ist nach 200.000 Meilen immer noch gut in Schuss.“

 

Könnte er sich jemals vorstellen, sich von ihm zu trennen? „Wenn die Zeit gekommen ist … hätte ich gar nichts dagegen, darin begraben zu werden“, sagt er. „Er ist solide wie ein Sarkophag, warum also nicht?“