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„Sea Trees“ von Sustainable Surf

Wiederherstellung von Blue-Carbon-Ökosystemen in Kenia, Spanien und Portugal

Lebenswichtige Küstenökosysteme, von Mangroven bis hin zu Seegraswiesen, wurden wiederhergestellt. Zudem wurde die marine Artenvielfalt durch Initiativen und Umweltaufklärung unter Leitung der lokalen Bevölkerung gefördert.

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Die Herausforderung

Blue-Carbon-Ökosysteme wie Mangroven, Seegras, Seetang und Korallenriffe können große Mengen an „blauem Kohlenstoff“ binden und speichern − sowohl in den Pflanzen selbst als auch im darunterliegenden Sediment. Mangrovenwälder beispielsweise speichern Kohlenstoff fünfmal effektiver als tropische Wälder, und Tang-Wälder können jährlich etwa 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid binden, indem sie CO₂ sowohl aus der Atmosphäre als auch aus dem Ozean aufnehmen. Doch jedes Jahr verschwinden etwa 2 % der Mangrovenwälder – vor allem durch illegale Abholzung und illegalen Handel. Andere Ökosysteme wie Seegraswiesen leiden unter starkem Tourismus und regem Schiffsverkehr, was dazu führt, dass der Bestand an Seegraswiesen jährlich um 1,5 % zurückgeht. 

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Die Lösung

Der Ozean hat die Kraft, den Klimawandel umzukehren. Gemeinsam mit lokalen Partnern, die in den Projektgebieten enge Beziehungen zu den Gemeinden und Behörden aufgebaut haben, pflanzen, schützen und renaturieren wir Küstenökosysteme. In Kenia bekämpfen wir den Rückgang der Mangrovenwälder und unterstützen gleichzeitig die umliegenden Gemeinden, indem wir sie mit Lebensmitteln, Baumaterialien und Energie versorgen sowie Schutz vor Sturmfluten und dem Anstieg des Meeresspiegels bieten. In Spanien konnten wir rund um Mallorca durch Forschung, die Beseitigung von Meeresmüll, die Einbindung der Bevölkerung und die Förderung nachhaltigerer Verankerungssysteme Seegraswiesen und Makroalgen erfolgreich wiederherstellen. In Portugal schließlich schützen wir Seegrasbestände, indem wir lokale Botschafter darin schulen, schädliche Bootsmanöver zu erkennen, die Seegras zerstören, und die Bootsbesitzer darüber aufklären, wie sich diese Schäden vermeiden lassen. So profitieren die Menschen vor Ort: Die vom Seegras erbrachten Ökosystemleistungen werden geschützt und wieder gestärkt. 

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Die Auswirkungen

Überblick
Kenia (Marereni und Mida Creek)
Portugal (Bucht von Cambalhão)
Spanien (Mallorca)

Durch Projekte in Kenia, Spanien und Portugal haben wir insgesamt 3.000 Menschen erreicht und über 100 Maßnahmen umgesetzt. Es ist uns gelungen, Mangroven, Seegras und Mikroalgen wieder anzusiedeln. So konnten wir Kohlenstoff binden, die Artenvielfalt erhöhen, Küstengemeinden vor den Folgen des Klimawandels schützen und den Regionen Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Chancen für eine nachhaltige Entwicklung bieten.  

- Über 200.000 Mangrovenbäume wurden gepflanzt und damit Kohlenstoff gebunden, die Widerstandsfähigkeit der Küsten verbessert und marine Ökosysteme gefördert. 

 

- 1.338 Mitglieder der örtlichen Bevölkerung wurden dabei unterstützt, sich durch das Pflanzen von Mangroven ein zusätzliches Einkommen zu sichern, was sich positiv auf die Lebensgrundlagen vor Ort auswirkte. 

 

- Der Stipendienfonds TREEducate wurde gegründet, um benachteiligte Kinder zu unterstützen und Bildung sowie Umweltbewusstsein für die Zukunft zu fördern. 

 

- Eine „BBC StoryWorks“-Doku stellte das Mida-Creek-Projekt vor. 

 

- An ausgewählten, von Frauen geleiteten Pflanz- und Monitoringstandorten liegt die Überlebensrate der Mangroven bei beeindruckenden 80 %. 

- Erfolgreicher Schutz von 0,35 Hektar Fläche mit natürlichen Seegraswiesen, die einen Lebensraum für Seepferdchen, Aale, Tintenfische und Krabbe bieten. 

 

- 543 Bootsfahrer wurden während der Sommersaison über seegrasschonendes Verhalten aufgeklärt, wodurch schädliche Ankerpraktiken in der Region reduziert werden konnten. 

 

- Acht Unternehmen aus dem Bereich des maritimen Tourismus wurden darin geschult, umweltbewusstes Bootfahren zu fördern und durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung den langfristigen Schutz der Seegraswiesen sicherzustellen. 

 

- Frauen aus der Fischereigemeinschaft wurden darin bestärkt, führende Rollen im Meeresschutz zu übernehmen – das Projekt wird vollständig von Frauen geleitet und umgesetzt.

- 240 Seegras-Fragmente wurden umgepflanzt, um wichtige Unterwasserökosysteme wiederherzustellen. 

 

- Es wurden 25 m² Makroalgen gepflanzt, die dichte Unterwasserbestände bilden. 

 

- Die Renaturierungszone wurde von 5.000 m² auf 20.000 m² erweitert. 

 

- An neun weiteren Standorten im Sado-Mündungsgebiet wurden 1594 Personen auf insgesamt 406 Booten sensibilisiert.