Hände halten eine Türverkleidung mit 3-D-Holztextur
Ein Holzexperte von Bentley zeigt zwei Kunden verschiedene Furniere, im Hintergrund hängen Furniervarianten an einer Stellwand.

Außergewöhnliche Materialien

Von edlem Holz und Leder bis hin zu luxuriösen neuen Materialien – wir verbinden Qualität mit Nachhaltigkeit.

Detailansicht der Struktur des Mulliner-Leders Tamo Ash
Die offenporigen Furniere Crown Cut Walnut und Koa sowie das Mulliner-Furnier Tamo Ash, nebeneinander liegend.

Edelste Hölzer

Das umfangreiche Sortiment an Bentley-Furnieren verdanken wir unseren Holzspezialisten. Sie scheuen keine Mühen, um auf der ganzen Welt Baumarten mit einzigartigen Farben und Maserungen ausfindig zu machen. Von der eleganten geraden Maserung des Koa-Holzes bis hin zur hellen Farbe und den zarten Linien von Tamo Ash – wir verwenden ausschließlich Holz, das aus ethisch unbedenklichen Quellen stammt und strengen Prüfungen unterzogen wird. So stellen wir sicher, dass jedes Stück Holz den Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards von Bentley entspricht.

 

Für unser Liquid-Amber-Furnier im satten Rotbraun wurde eine umfassende zweijährige Suche durchgeführt, die das Team letztlich in die Feuchtgebiete des Mississippi führte, wo der Amerikanische Amberbaum wächst. Wir verwenden die Bäume nur, wenn sie auf natürliche Weise und ohne menschliches Zutun umgestürzt sind. Und an die Stelle des alten Baumes wird immer ein neuer Setzling gepflanzt.

Das Furnier Engine Turned Aluminium in dunkler Tönung, das in der Bentley Continental GTC-Modellreihe zum Einsatz kommt.
Nahaufnahme einer grauen Steinoberfläche.

Metall und Stein

Karbon
Limitierte Auflage von Mulliner

Für das Armaturenbrett eines Bentleys stehen neben Holz auch andere Materialien zur Verfügung. Karbon verleiht dem Interieur einen modernen und sportlichen Touch. Darüber hinaus lässt sich das Material perfekt mit polierten Metallen wie Kupfer und Titan kombinieren, um einen markanten technischen Look zu erzielen.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Bentley hat unsere Veredelungsabteilung Mulliner drei limitierte Sondereditionen entworfen, inspiriert von einigen der legendärsten Bentley-Modelle aus den Anfangsjahren des Unternehmens. Die Mittelkonsolen wurden mit dem in den 1920er- und 1930er-Jahren beliebten Finish „Engine Spin“ aus exquisitem geschliffenem Aluminium versehen. Und um ein wirklich exklusives Interieur zu kreieren, stehen sogar Steinfurniere zur Wahl. Dabei werden mit Präzisionstechnologie 0,1 mm dünne Schiefer- oder Quarzit-Schichten geschnitten, die für eine atemberaubende natürliche Optik sorgen.

Nahaufnahme einer 3-D-Holzverkleidung von Mulliner
Nahaufnahme des Interieurs mit Kupfer und Holz im Konzeptfahrzeug EXP 100 GT

Zusammenspiel von Eiche und Kupfer

Zusammen mit den Mooreichen-Spezialisten Adamson and Low in Kent haben wir versteinerte Eiche abgebaut, die seit Jahrhunderten in Torfmooren lag – und damit unsere nachhaltige Beschaffung auf ein neues Niveau gehoben.

 

Um die natürliche Schönheit des Materials noch besser zur Geltung zu bringen, füllten wir die offenen Poren, Astlöcher und Risse des Holzes mit recyceltem Kupfer – ein Verfahren, das von der japanischen Kunst des Kintsugi inspiriert ist. Das daraus entstandene Furnier Copper Infused Riverwood verstärkt die inspirierende Ruhe des Innenraums.

Seitenansicht des Innenraums eines Bentley EXP 100 GT mit adaptiven biometrischen Sitzen.
Nahaufnahme kontrastierender Steppnähte auf Portland-Leder.

Das Comeback von Stoffbezügen

EXP 100 GT
Baumwoll-Damast
Handgefertigte Stickereien

In den 1920er- und 1930er-Jahren war es keineswegs ungewöhnlich, für den Fahrzeuginnenraum eines Bentley Stoff statt Leder zu verwenden. Seitdem wurde Stoff nur noch bei Sonderanfertigungen von Mulliner sowie bei Fahrzeugen für die britische Königsfamilie verwendet – bis der EXP 100 GT vorgestellt wurde.

Für die Türverkleidungen dieses Konzeptfahrzeugs entwarf Gainsborough Mill, ein britischer Stoffhersteller mit über hundertjähriger Tradition, einen wunderschönen Baumwoll-Damast. Mithilfe von Baumwollfarbstoffen wurde ein raffinierter Ombré-Farbverlauf erzielt, der den harmonischen Eindruck erweckt, als würde der Stoff nahtlos in das angrenzende Furnier übergehen.

Wir kooperieren auch mit Hand and Lock, einem Unternehmen, das seit über 250 Jahren in London handgefertigte Stickereien herstellt. Mit der bis ins 14. Jahrhundert zurückreichenden Trapunto-Technik schuf die Firma eine moderne, reliefartige Steppung, die dem Innenraum mehr Komfort und Tiefe verleiht.

Nahaufnahme des Hotspur-Leders mit detaillierten Stickereien im Rautenmuster.
Ein Transportwagen mit verschiedenfarbigen Lederhäuten in der Bentley-Fabrik in Crewe.

Geschmeidiges Leder

Der kultivierte Komfort eines Bentley ist nicht zuletzt der hohen Qualität des Leders zu verdanken, das im gesamten Innenraum verwendet wird. Dahinter steht ein Prozess, der weit vor dem Eintreffen der Lederhäute im Werk beginnt: Die Tiere, von denen das Leder gewonnen wird, weiden in den Höhenlagen Nordeuropas, wo ihre Haut weniger Insektenstichen und den dadurch möglicherweise entstehenden Vernarbungen ausgesetzt ist.

 

Es folgt ein spezielles Gerbverfahren, mit dem der natürliche Lederduft, der so typisch für ein klassisches Bentley-Interieur ist, erhalten bleibt. Teile des Leders mit hoher natürlicher Elastizität sind gewölbten Flächen wie den Sitzen vorbehalten, damit jeder Bereich des Innenraums das perfekte Finish erhält. 

Detailansicht der Struktur des Mulliner-Leders Tamo Ash
Seitenansicht des Innenraums eines Bentley EXP 100 GT bei geöffneten Türen mit adaptiven biometrischen Sitzen.

Wunderbar weich

Der EXP 100 GT demonstriert, wie Leder in Grand Tourern der Zukunft neue Akzente setzen könnte: indem wir weiterhin hochwertiges Leder verwenden und es auf neue, innovative Weise veredeln. Für die Sitze haben wir gemeinsam mit der Scottish Leather Group weiche und griffige Anilinledersorten entwickelt. Lösliche Farbstoffe geben dem Leder Farbe, ohne seine Oberfläche zu vereinheitlichen, sodass die natürlichen Unregelmäßigkeiten zusätzliche Tiefe und Struktur erzeugen.

 

Für die Türen haben wir gemeinsam mit einem weiteren schottischen Lederhersteller, Bridge of Weir, ein besonders weiches Nubukleder mit Metallic-Finish kreiert. Dank eines innovativen Handsprühverfahrens fügt sich die kupferfarbene Oberfläche nahtlos in das umlaufende geschwungene Metall ein, während das Polieren von Hand die Schönheit des darunterliegenden Leders hervorhebt.

Detailansicht der Struktur des Steinfurniers Terra Red
Draufsicht auf eine Holzkiste mit kleinen Fahrzeugmodellen in allen Mulliner-Musterfarben.

Die Zukunft der Materialien

Auch zu Beginn seines zweiten Jahrhunderts bleibt Bentley seiner Selbstverpflichtung, ausschließlich hochwertige und nachhaltige Materialien zu beschaffen, uneingeschränkt treu. Wir werden auch weiterhin die edlen Leder-, Holz- und Metalloberflächen, für die Bentley bekannt ist, mit innovativen neuen Materialien und Oberflächen kombinieren und damit Fahrzeuge erschaffen, die höchsten Komfort in einem ruhigen Ambiente bieten.